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Sprache im Wirtschaftsalltag
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Marketing wie eine live Performance

Wo stattdessen Tools zu früh angesetzt werden, findet nicht viel Kommunikation statt.
 

Worum es geht

Wieso es außerordentlich praktisch ist, das Marketing mit den darstellenden Künsten zu vergleichen.


Siehe auch Marketing als darstellende Kunst im Anwendungsteil dieser Website.

Weitere Anregungen im Beitrag Das Web ist halb so wichtig wie die eMail
 

Marketing als Bühnenkunst

Ein Seminarteilnehmer war von dem Gedanken ganz angetan, sein Marketing als Teil eines Gesamtkunstwerkes zu entwickeln, meinte aber: "Muss man gleich von Kunst reden?"

Nennen Sie es wie Sie wollen. Aber denken Sie sich einen Saal, ein Pult, 500 Publikümer, und vorne stehen Sie, und heben an zu sprechen. Da sind Sie darstellender Künstler, ob Sie es wollen oder nicht.

Wozu Kunst?

Marketing wird meist als Konzept oder als Idee verstanden. Marketing als darstellende Kunst zu sehen, ist dagegen keine neue Theorie, sondern nur ein anderer Blickwinkel, aus dem wir den Dialog mit unserem Markt beurteilen. Oder den hausinternen Dialog.

Dann beschränkt sich das Marketing nicht darauf, was wir dem Markt anbieten. Auch der Künstler auf der Bühne kann die erstaunlichsten Sachen machen - er strampelt sich umsonst ab, wenn sein Publikum nicht mitschwingt. Aber sobald sie zusammenwirken, verwandeln sie die Vorstellung zur Sternstunde.

Der Künstler bringt eben nur so viel zustande, oder so wenig, wie es sein Publikum durch Mitwirkung ermöglicht. Mag es noch so festlich gestimmt sein - in dem Maße, wie es sich nur amüsieren lässt, erlebt es kaum einen Abglanz des Machbaren, also herzlich wenig Kunst. Der Künstler kommt nicht zur Geltung.

Besser als "Tools"

In gleicher Weise behält das Marketing seinen coolen Charme, wenn das Publikum zur Synergie mit dem Anbieter nichts beitragen mag. Beobachten Sie es probehalber am eigenen Dialog mit Ihren Märkten.

Damit sich die Menschen, die wir als Zielgruppe - nur schemenhaft - wahrnehmen, auch vom Herzen für uns oder mit uns ereifern, müssen wir ihnen so entgegen kommen, dass sie angesprochen sind, und aus der Reserve hervor kommen. So etwas lässt sich kaum vortäuschen, und oft stehen der gelungenen Kommunikation gerade die Tools des Marketings im Wege, beispielsweise des Customer Relationship Managements (CRM).

Wo CRM als Alibi fungiert für die - allerdings verständliche - Angst vor dem Kunden, sollten Sie CRM lieber später installieren. Erlauben Sie Ihren Mitarbeitern, erst einmal den Umgang mit Kunden zu erlernen.
Hinterher verstecken sich sonst alle hinter dem Computer.

Ob Sie bei alledem an Marketingkunst denken, oder ob sie es "Projekt Uhu 12" nennen, ist nebensächlich. Mit hochtrabenden Begriffen brignt man die Leute nur durcheinander. Hauptsache, Sie wissen, es geht um erfolgreiche Kommunikation. Die Analogie mit der Bühnenkunst ist nun mal eine griffige, sie inspiriert Gedanken, wie man das immer wieder Schwierige auf originelle Weise doch noch knackt.


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  Dipl.-Ing. Oliver Baer, Publizist
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