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Sprache im Wirtschaftsalltag
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"Märkte sind Gespräche"

Und in die falsche Richtung schaut, wer auf seine Website starrt
   

Das Web ist halb so wichtig
wie die Email

 

Worum es geht

Das wichtigste am ganzen Internet sind die Communities, nicht etwa das Worldwide Web (WWW), wie diese Erhebung über das Netzverhalten der Amerikaner belegt.

Das ARPANET, Vorgänger des Internets, war ursprünglich eine Gemeinschaft von Forschern an amerikanischen Universitäten, die an ähnlichen Projekten arbeiteten.

Mittlerweile zur Pflichtlektüre geworden ist das Cluetrain-Manifest, in deutscher Übersetzung auf dieser Website zu finden.

"Die Internetkultur besteht in erster Linie in der Pflege des Netzwerks selbst, also eines Angebotes von Beziehungen und Verknüpfungsmöglichkeiten." (Norbert Bolz, Professor für Kommunikationswissenschaft, Essen)



Falls Sie für Ihr Marketing Konsequenzen erwägen, lesen Sie bitte hier weiter: Wie eine Diskussionsliste funktioniert und Realismus statt Visionen
 

Bitte einsteigen, der Zug fährt ab

Kenner des ARPANET wussten, später stand es im Cluetrain-Manifest, jetzt bestätigt eine Erhebung in den USA: Am besten funktionieren im Internet die Gemeinschaften (Communities).

Hier das wichtigste:

84% der amerikanischen Netzbürger (90 Millionen) haben bereits mit Online-Communities Verbindung aufgenommen. Vier von fünf der Cyber-Groupies pflegen regelmäßigen Kontakt mit ihren Gemeinschaften. Der durchschnittliche Cyber-Groupie konzentriert sich auf vier Netzgemeinschaften.

In diesen Gemeinschaften wird zwar allerlei Öffentliches und Privates erörtert, aber nicht weniger als die
Hälfte der Leute befassen sich mit beruflichen Fragen.

Vor dem Shopping wird herumgefragt,
per Email

Für Ihr Marketing könnte das wichtig sein. Bedenken Sie, dass mehr Amerikaner im Internet ihren Community-Fragen nachgehen als auf Websites Produktinformationen zu besorgen oder gar einzukaufen. Und wir wissen, dass sich Ihre Online-Dialoge meist per Email abspielen, außerdem auf schwarzen Brettern (Website-Foren) und in Live Chats, sowie - wenn sie alte Hasen sind - im Usenet.

Mit anderen Worten, wenn Ihre Website nicht dazu dient, den Dialog mit Ihren Kunden und Interessenten zu
unterstützen, wozu haben Sie dann eine? Auf die Dauer wird es schwer fallen, Ihren Website-Besuchern überzubringen, dass man mit Ihnen auch reden kann.

Alles schon da gewesen

Zweifellos das beste Medium der geschäftlichen Kommunikation in der Neuzeit (abgesehen vom direkten Kundengespräch) ist die eMail, knapp gefolgt vom SMS, welche einander ergänzen: eMail für kurze bis lange Texte, SMS für den Schnellschuss. Es passt zum Zeitgeist, wenn Sie sich auf die Gebräuche, Techniken und Vorzüge dieser Medien einrichten. Die Leute vor hundert Jahren konnten dem Telefon zunächst auch nichts abgewinnen.

"Wer aber soll die ganzen eMails lesen? Und dann darauf reagieren?"

Gute Frage. Und was passiert, wenn Sie sich heraushalten? Bis heute gibt es nur
Wenige, die mit dem Hörer am Ohr etwas verkaufen können. Dieser Mangel gibt vielen Menschen Lohn und Brot. Mit der eMail sieht es ähnlich aus.

Man kann's aber lernen

Erfolgreich zu kommunizieren, kann man lernen. Das unüberlegte Gebrabbel das millionenfach per eMail verschickt wird, muss nicht das letzte Wort bleiben. So wie schlechte Telefonmanieren kurierbar sind. Und den Websites kann man beim Relaunch Nutzerfreundlichkeit verschreiben.

Wo Produkte und Leistungen kompliziert und teuer sind, und Beratung bedingen, dürfte die
Zukunft im sinnvollen Umgang mit Newslettern und Gesprächsrunden (Diskussionslisten) und in der Korrespondenz per eMail und SMS liegen - als Vorstufe zu persönlichen Gesprächen, und zur Nachbereitung.

Sinnvoll heißt auch maßvoll. Im Durchschnitt vier Gemeinschaften pflegt der Netzbürger in den USA? Da kommt es zum scharfen Wettbewerb um die Aufmerksamkeit Ihrer Klientele. Viel wird zu gewinnen sein, wenn Sie die Menschen in ihren
Community-Interessen verstehen und ansprechen.


"Das sind aber amerikanische Zahlen, bei uns ist alles anders!"

Darauf würde ich mich nicht verlassen, siehe MacDonalds, Rockmusik, Jeans, Marlboro usw. Communities in Deutschland sind sicher anders. Wahrscheinlich weniger leicht über die Kante zu ziehen.
 
Dieser Beitrag wurde veröffentlicht
am
28. November 2001
   

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  Dipl.-Ing. Oliver Baer, Publizist
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