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Sprache im Wirtschaftsalltag
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Zweckmäßigkeit vs. Weltanschauung

HTML ist scheinbar attraktiver als ASCII, hat aber nicht nur für Puristen Nachteile in petto.
 

Worum es geht

Vorzüge und Nachteile von ASCII, HTML und PDF als Versandform Ihres Newsletters oder Rundbriefs per eMail

Michael Charlier ist im Netz schon länger gut zu Fuß und was er zum Umgang mit den Instrumenten des Internets zu sagen hat, wird viel beachtet. Wenig erstaunlich daher der Zuspruch, den sein neues Angebot (gemeinsam mit Claudia Klinger) findet:
Das
Webwriting-Magazin

Neuerdings gibt es sogar die baerentatze im HTML-format. Ein Widerspruch? Sehen Sie selbst, wieso es keiner ist, und wie wir das Problem sozusagen von der Seite her geknackt haben: Zwei Ausgaben der baerentatze


Die baerentatze können Sie gerne auch beziehen, per eMail, kostenlos. Hier geht's zur Bestellung des baerentatze-Abonnements

Was sonst beim Newsletter zu beachten ist, erfahren Sie im Abteil Newsletter
 

Email im Vierfarbendruck?

Gastbeitrag von Michael Charlier


HTML machts möglich: Immer öfter findet der ahnungslose Netzmensch in der Elektropost Mails mit farbigem Hintergrund, abwechslungsreicher Typographie und eingestreuten Bildern. Manchmal hängt sogar eine Sounddatei dran, oder ein kleines Filmchen. Um den Großeltern im fernen Melbourne die Geburt des ersten Enkels anzuzeigen gibt es nichts besseres. Aber sagen Sie selbst: Wie oft haben Sie das Vergnügen? Und sonst? Muß Geschäftspost wirklich auch im Internet mit vierfarbigem Firmenlogo reisen? Werden Rechnungen auf beruhigend grünem Hintergrund schneller bezahlt?

Ob man Email besser in ASCII oder HTML verschickt, ist keine Frage der
Weltanschauung, sondern eine der Zweckmäßigkeit. Und die schlichte Antwort ist: HTML passt meistens nicht. Das gilt auch und ganz besonders für Newsletter.

Engpass und Hinterhältigkeit

Es stimmt nämlich nicht, daß Bandbreite und Ressourcen beim aktuellen Stand der PC-Technik keine Rolle mehr spielten - oder arbeiten Sie ausschließlich am PC? Wer im Hotel mit teurem Zimmeranschluss oder über das Handy mit langsamem Modem mal schnell seine Geschäftspost abrufen will und sich dabei einen grafisch toll aufgemachten Newsletter mit vielen Minuten Ladezeit einfängt, wird den Absender sicher in dankbarer Erinnerung behalten - noch lange, nachdem er das Abo gekündigt hat.

Aber nicht nur Ladezeiten, Bandbreitenkonsum und Speicherverbrauch sprechen allemal gegen den massenhaften Einsatz von HTML als Vehikel für Newsletter. Mit der ausgefeilten Optik - viele HTML-Newsletter sehen einer gut gestylten Webseite zum
Verwechseln ähnlich - hat es nämlich eine ganz besondere Bewandtnis. Was glauben Sie wohl, bewegt die Anbieter, diese Seiten mit beträchtlichem Aufwand per Mail zu verschicken, anstatt die Empfänger mit einer Kurzmail zu benachrichtigen:

Zum Besuch unserer bahnbrechenden Website zur Marktentwicklung bei linksdrehenden Senkkopfschrauben klicken sie bitte hier.

Das wäre für Sender wie Empfänger weitaus praktischer, aber die per Mail verschickte Webseite bietet einen Zusatznutzen, der freilich nur auf Seiten des Absenders zu Buche schlägt: Er kann die HTML-Seite so einrichten, daß er mit geeigneter Technik ganz genau
verfolgen kann, wer überhaupt reagiert, welche Links er anklickt, wie lange er sich mit dem Angebot beschäftigt. Das wissen zu wollen, ist vielleicht nicht illegitim - es lieber für sich behalten zu wollen, aber auch nicht. Sich als Newsletteranbieter derart hintenrum und auf Kosten des Empfängers schlau zu machen, hat schon etwas unseriöses an sich. Schon der Verdacht ist unangenehm, und zwar für den Empfänger einer solchen Mail ebenso wie für den Absender.

Drei Optionen, nicht zwei

Das haben Sie doch nicht nötig. Im noch jungen Genre des Internet-Newsletters haben sich in den letzten Jahren drei Haupttypen herausgebildet. Zwei davon kommen mit ASCII sicher besser ans Ziel als mit Dekoration - und der dritte braucht auch kein HTML. Darüber und dazu, was sonst noch zur Gestaltung von Newslettern mit oder ohne HTML zu sagen wäre, demnächst mehr in der baerentatze.

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  Dipl.-Ing. Oliver Baer, Publizist
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