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Sprache im Wirtschaftsalltag
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In Amerika ist alles anders

Bis auf das, was ähnlich ist.
 

Worum es geht

Ausnahmsweise eine Buchbesprechung:

Erfolgreiche Führung gegen alle Regeln - Wie Sie wertvolle Mitarbeiter gewinnen, halten und fördern

Konsequenzen aus der weltweit größten Langzeitstudie des Gallup-Instituts

Marcus Buckingham und Curt Coffman
Campus-Verlag, Frankfurt 2001
ISBN 3-593-36670-3, 288 Seiten, DM 78,00

Die Konsequenzen für Ihr Dialogmarketing können die Wende zum Besseren bedeuten:
Workshop zur Stärkenermittlung und -zuteilung
 

Was die erfolgreichen Manager tun
- gegen alle Regeln

Wie Sie die richtigen Mitarbeiter anziehen, und behalten, dazu gibt es viele Rezepte.

Rezepte haben jedoch eines gemeinsam: Sie funktionieren dort wo sie entstanden sind. Sobald Sie dasselbe versuchen, stimmt die Konstellation aus Mitarbeitern und Managern nicht, auf die das Rezept ursprünglich zutraf. Deshalb sind Sie aus Erfahrung skeptisch. Wer am Ende Recht behält, weiß man nicht. Aber die bohrende Frage bleibt: Wie stellen es die Anderen an, die Erfolgreichen - wieso sind sie erfolgreich?

Das Gallup-Institut hat 80.000 Manager gefragt, wie sie tatsächlich führen. Nach einem Kriterienkatalog konzentrierte sich Gallup nur auf die Erfolgreichen. Daraus entstand ein Buch in dem Sie nicht finden: "Gehet hin und tut dies und jenes, denn das ist smart und ihr werdet sein die geilsten Manager aller Zeiten." In dem Buch steht - politically ziemlich incorrect - eine Antwort auf die Frage: Was haben jene gemeinsam, denen die Sonne des Erfolges scheint?

Das verblüffende Ergebnis: Die Erfolgreichen unterscheiden sich wie ihre Fingerabdrücke, keine Zwei sind gleich. Bis auf dieses: Erfolgreiche Manager sehen auf die
Stärken ihrer Mitarbeiter, sie vergeuden kaum Zeit auf ihre Schwächen. Sie diskriminieren nach Strich und Faden und fördern nur nach Begabung.

Sie betonen die Unterschiede des Talentes; Gräben einzuebnen überlassen sie den Ideologen, den Erfolglosen. Vor allem kennen sie den Unterschied zwischen Talent und Fähigkeit. Weil man sich Letzteres aneignen kann, das Talent ist aber wichtiger und das hat man, oder auch nicht.

Pech gehabt. Darüber mag man lamentieren. Aber nicht einmal damit hält sich der Erfolgreiche auf, er sieht die Ungerechtigkeit des lieben Gottes, und tut etwas damit.

Denn irgendein Talent hat auch Martha Meisegeier, und der Erfolgreiche sieht es. Wie er diese Begabung zur Geltung bringt, und wovon er die Finger lässt, finden Sie in diesem Buch, gefällig zum Lesen aufbereitet.

Übersehen Sie die - seltenen - Ausrutscher in die Welt der Rezeptbücher. Der meiste Stoff macht stutzig: Bin ich offenbar nicht der Einzige, der so denkt? Allerdings brauchen Sie Verbündete. Beispielsweise haben Gehälter und Karriere wenig miteinander zu tun. Dazu müsste man die gesamte Personalpolitik umkrempeln. Schon dieser Abschnitt lohnt die Lektüre.

Hübsch ist auch dieser Erfahrungssatz aus dem Marketing/Vertrieb:

"Wer Mitarbeiter nach Drehbuch agieren lässt, kann auf seiten des Kunden allerhöchstens Unzufriedenheit verhindern. Wer [...] auf gute Mundpropaganda setzt, [...] ist auf Mitarbeiter angewiesen, die zuhören und vermitteln können."

Vieles wird Ihnen bekannt vorkommen, Sie haben es selber gedacht und getan. Sie wussten nur nicht, in welch guter Gesellschaft Sie sich befinden. Gallup betont, das sei keine Theorie, nur die geballte Erfahrungssumme der Könner im Management.

Weil diese Erkenntnisse in Amerika gesammelt wurden, kommen uns einige Beispiele ein bisschen fremd vor. Eine anschließende Erhebung in Deutschland, in Europa, wäre nun eine spannende Sache. Das Buch lässt aber vermuten, dass die Unterschiede bemerkenswert, aber kaum grundlegend anders ausfallen würden.

Was mir am besten gefiel, waren die Schlüsse, die man für das Dialogmarketing daraus ziehen kann: Dass es fast überall Mitarbeiter geben dürfte, die für den Dialog besonders begabt sind.
 
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Dieser Beitrag wurde redigiert
am
27. November 2001

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  Dipl.-Ing. Oliver Baer, Publizist
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