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Sprache im Wirtschaftsalltag
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"Bezahlen für Leistungen aus dem Netz"

Sobald das Siegersystem feststeht, brechen für den Online-Handel alle Dämme
     

Micropayment-Systeme

 

Worum es geht

Was bleibt gratis, was wird gegen Bezahlung über die virtuelle Theke geschoben? Immerhin wird es auch um weiche Leistungen gehen, wo Kleinbeträge bei Volumenabsatz angemessen sind, bisher aber gratis verfügbar waren.

Teil der Lösung - aber auch Teil des Problems - sind derzeit noch die Micropayment-Systeme. Ihre wesentlichen Vor- und Nachteile hat Michael Charlier für Sie zusammengestellt.

Dr. Charlier finden Sie im Netz unter KommKonzept - Webkommunikation und Interaktionsdesign

MicroMoney

paysafecard
 
Keines der hier genannten Systeme ist bereits in großen Stückzahlen installiert. Da sich die Marktanteile und -volumina in diesem neuen Markt sprunghaft verändern, haben wir auf eine Rangfolge verzichtet.

Unsere Stichworte dienen der ersten Orientierung. Weitergehendes finden Sie auf den Webseiten der Anbieter.

Prepaid

Prepaid-Karten werden von mehreren Unternehmen angeboten, z.B.Deutsche Telekom Cardservice GmbH (MicroMoney) und paysafecard.com Wertkarten AG. Der Bezahlungsvorgang ähnelt dem der Freischaltung ("abrubbeln") einer Prepaid-Karte für das Handy und gestaltet sich für beide Seiten (Verkäufer und Käufer) unkompliziert.

Vorteile: Neben kostenpflichtigen Webseiten können auch Waren jeder Art abgerechnet werden. Es sind keine besonderen Installationen erforderlich. Die Transaktion verläuft vollständig anonym.

Nachteile: Die Installation des Systems auf Verkäuferseite erfordert besondere Fachkenntnisse. Die Karten müssen vorfinanziert werden und sind wenig verbreitet. Die Kartengesellschaften verlangen für Kleinbeträge eine Provision von um die 30%.
 
telecash

Kobil
 

Geldkarte

Geldkarten werden von allen Banken ausgegeben, oft sind sie bereits in die Eurocard integriert. Die Geldkarte funktioniert wie eine elektronsiche Geldbörse. Sie muß dazu in ein Lesegerät eingeführt werden, das an den Computer angeschlossen ist. Eine Software bucht jeweils die Beträge ab, die per Mausklick ausgegeben werden. Als zwei von mehreren entsprechenden Dienstleistern seien hier TeleCash und Kobil genannt.

Vorteile: Die Handhabung des Systems ist einfach, es verfügt über ein hohes Maß an Sicherheit (solange man gut auf seine Geldkarte aufpasst), es gibt keine "ungedeckten Schecks". Die Transaktionen bleiben vollständig anonym. Das System eignet sich für die Abbuchung kleinster und größerer Beträge, dies allerdings nur bis zur Obergrenze, die vom ausgebenden Geldinstitut bestimmt ist.

Nachteile: Es muß spezielle Hardware angeschaft und installiert werden. Die Geldkarte muß vom Kunden vorfinanziert werden, ihre Akzeptanz und Nutzung sind trotz der leichten Zugänglichkeit noch sehr gering.
 
Net900 classic
 

Net900

Net900 classic lenkt den Internetzugang des Kunden auf einen eigenen Server des Anbieters um, auf dem die Dauer und Art der Verbindung protokolliert und anschließend dem Kunden über den 190er bzw. 900er Dienst der Telekom in Rechnung gestellt wird.

Vorteile: Das System arbeitet anwenderfreundlich und ist nach seiner Konzeption speziell (und ausschließlich) auf die Abrechnung von Online-Inhalten ausgerichtet. Die Identität des Käufers wird nur gegenüber dem Dienstleister, nicht jedoch gegenüber dem Anbieter offengelegt.

Nachteile: Der User muß zunächst eine besondere Software installieren, die derzeit nur für Windows lieferbar ist. Ein Dial-up-Zugang ist Voraussetzung, LAN oder ADSL sind derzeit nicht möglich. Bei geringem Umsatz wird eine Provision von bis zu 40% berechnet.

Der Hersteller ist dabei, das Produkt unter der Bezeichnung Kontopass Net900 auf eine neue technische Grundlage zu stellen. Dabei entfällt der Umweg über den Server des Dienstleister und die Abtrechnung über die Telekom. Stattdessen erfasst die beim Anwender installierte Software gebührenpflichtige Zugriffe und übermittelt sie an den Dienstleister, der dann die Abrechnung über Bankverbindung vornimmt.
 
Firstgate
 

Firstgate

Firstgate nimmt dem Anbieter den gesamten technischen Aufwand für die Einrichtung eines Bezahlsystems für kostenpflichtige Seiten ab. Der Dienst wird ähnlich wie ein externer Link eingebunden und veranlasst quasi auf Knopfdruck Öffnung des Zugangs und Abrechnung über die Telefonrechnung des Besuchers.

Vorteile: Der Dienst ist sowohl für Verkäufer als auch für Käufer extrem bedienungsfreundlich. Es sind auf beiden Seiten keinerlei besondere Installationen von Hard- oder Software erforderlich.

Nachteile: Firstgate kann nicht zum Shop ausgebaut werden und verlangt bei niedrigen Umsätzen eine Provision von 40%, die mit steigendem Umsatz auf 30% sinkt. Die Transaktion ist nicht anonym.
 
Paybox

Vorbereitungen auf den Tag X mit der Methode
In modo reale
 

Paybox

Paybox ist ein handygestütztes Anbrechnungssystem, bei dem eingetragene Kunden nach jedem über das Netz getätigten Kaufakt per Rückruf zur Bestätigung des Kaufes durch Eingabe einer PIN aufgefordert werden. Das System ähnelt eher einem vereinfachten Online-Banking und ist nach seiner Konzeption nicht zur Abrechnung von Kleinstbeträgen geeignet, wie sie bei den meisten kostenpflichtigen Webangeboten anfallen.

Dagegen eignet es sich hervorragend zum Vertrieb hochwertiger Artikel und kann auch zur Freigabe des Zugriffs auf
teure Inhalte (z.B. Marktstudien) über das Web eingesetzt werden. Streng genommen ist Paybox daher kein Micropayment-System, bzw es liegt an der Grenze.

Was jenseits dieser Grenze liegt, vervollständigen wir demnächst an dieser Stelle.
 
Dieser Beitrag wurde veröffentlicht als Ergänzung zu einem Artikel in der baerentatze, am 28. November 2001
   

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