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Sprache im Wirtschaftsalltag
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Zeitvergeudung per eMail

Es wäre so schön, wenn jeder nur seiner Arbeit nachginge. Wie vor 100 Jahren?
 

Worum es geht

Welche Rolle eMail in der Produktivität spielt, und was zur Produktivität auch zählt, wenn es einem nicht passt.

Hier finden Sie die bedeutenden Äußerungen des Experten Spottolski

Produktivitätsprobleme und Ähnliches wird kuriert im Abteil eMail-Lösungen
 

Zerstört eMail die Produktivität?

Eine Vielzahl vom eMails sei überflüssig, heißt es, weil sie lediglich der Verbreitung von Gerüchten und dummen Scherzen diene. Im Durchschnitt würden 49 Minuten pro Tag zur Beantwortung von eMails benötigt.

Es muss etwas geschehen

Spottolski meint zwar, wer sich im Durchschnitt aufhalte, werde auch nur Durchschnitt finden, aber wir wollen sachlich bleiben.
  1. Wo Kommunikation verzichtbar ist, kann man sie abschaffen. Beispielsweise ist es einfacher, 8 Tonnen Sechskantschrauben M 10 automatisch zu bestellen, nämlich im Internet, durch Abstimmung der Computer untereinander, als mühsam mündlich zu verhandeln.

    Dem gegenüber würde eine Bestellung für Messingschrauben mit Designerkopf einen gewaltigen Abstimmungs- und Beratungsbedarf verursachen. Dem will sich kein Verkäufer entziehen, wenn er sein Salz und Pfeffer wert ist.

  2. Wo die Kommunikation aber Bestandteil der Leistung ist, könnte man sie als Leistung auch fakturieren. Beispielsweise, wo es um die Tragwerksplanung der neuen Elbbrücke geht, dürfte die begleitende Kommunikation in etwa soviel Zeit beanspruchen wie die zur Berechnung der Statik. Irgendeiner bezahlt auf alle Fälle dafür. Und sei es der Statiker, als Akquisitionsleistung.
Der Mensch ist nun mal so gebaut, dass er redet, sogar reden muss, und was er redet, ist zum guten Teil ... Geplaudere.

Die Engländer nennen es Small Talk. Der Kleinschwatz gehört dazu und die Engländer nehmen keinen beim Wort. Der Schwatz ist das Schmiermittel für den kommunikativen Aufwand, den die Bedienung des Kunden erfordert. Das ist so im Gespräch und es ist per eMail im Prinzip nicht anders, nimmt aber andere Formen an. Das kann man unproduktiv nennen, es bringt aber nichts, den Schwatz und den Schwätzer zu diskriminieren.

Was heißt unproduktiv?

Wieviel Geschwätz ist tolerabel, wieviel muss sogar sein? Redseligkeit hat es immer gegeben. Eine Unternehmenskultur, wo viele Menschen stundenlang tratschen, dabei immer unter Zeitdruck stehen, steckt wohl mitten in einem Problem, das jedoch nicht eMail heißt. Bei der eMail hart durchzugreifen kann das Problem von der Seite her anpacken, aber lösen wird es das nicht.

Oft liegt es im argen mit der eMail-Produktivität, weil die Chefs sich nicht an die eigene Nase packen:

  • Sind Ihre Anweisungen verständlich, eindeutig, stabil?
  • Oder reden Sie um den Brei? Und haben bald den Faden verloren?
  • Stimmt bei Verabredungen stets die Erinnerung des Chefs, nämlich Ihre?
Eine andere Möglichkeit wäre, die Mitarbeiter zu fragen. Sollen sie doch die Lösung selber finden: Wie man seine eMail kürzer fasst, wie man Korrektur liest vor dem Absenden, wie man Beleidigungen auf morgen verschiebt, wie man auf das Anhängen schwerer Attachments verzichtet, usw..

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  Dipl.-Ing. Oliver Baer, Publizist
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