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Sprache im Wirtschaftsalltag
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Auch Procter & Gamble (Originalton):

Last year we were successful by being the loudest shouters. This year we're going to be successful by being the best listeners (Jan. 2001).
     

Microsoft's Marketing
bemüht sich um Communities

 

Worum es geht

Auch wenn man von Microsoft's Versuch, sich für Open Source-Progressive angenehmer zu profilieren, wenig hält: Der Versuch ist auch wegen seiner Methodik bemerkenswert.

Die Kurzfassung beruht auf einer Veröffentlichung der EETIMES.COM:
Microsoft puts CE staff in the line of fire

Das können Sie besser: Zeitgemäßes Marketing ist schließlich kein Geheimnis.
 

Microsoft schickt seine Leute an die Kundenfront

Falls Ihnen der englische Artikel zu lang ist: hier sind die wesentlichen Punkte:

Das Entwickler-Team für das Talisker-Projekt stellt sich den Klagen der Kunden und verarbeitet ihre Anregungen in der Beta-Version. Angeregt durch den Erfolg von Linux, aber ohne viel verbliebene Illusionen, den berühmten Enthusiasmus der Open Source-Bewegung nachahmen zu können, entdeckt das Team, dass es dem Ego zwar weh tut, aber der Produktentwicklung nützt, wenn sie sich von den Benutzern in die Zange nehmen lassen.

Man nimmt sich in dieser Abteilung bei Microsoft ausdrücklich Zeit für die Diskussion im Netz. Bemerkenswert, dass drei, eigentlich vier Arten von Microsoft-Mitarbeitern teilnehmen: die Autoren des Codes, die Tester und die Programm-Manager selber. Und zwar beteiligen sie sich mit offenem Visier, unter vollem Namen und erkennbarer Emailadresse des Hauses Microsoft.

Schließlich schickt Microsoft auch noch Beobachter in die Diskussionen, die auf nicht beantwortete Fragen achten und die Entwickler anschubsen, wo etwas liegen zu bleiben droht. Spontane Begeisterung im Markt zu generieren, sei für den 800-pfündigen Gorilla keine Sache, die über Nacht angeschoben wird, aber man sei bereit sich zu gedulden, sagt Microsoft's Sprecher.
 
Dieser Beitrag wurde veröffentlicht
am
26. November 2001
und ergänzt am
8. November 2002
 

Nachtrag

Viel gebracht hat es nicht. Die Microsoft-Geschichte belegt nur, wie der Markt den stärksten Teilnehmer, nicht die beste Lösung hervorbringt. Redmond's Teilnahme an der Open Source-Sache war vermutlich ehrlich gemeint, sie gerät trotzdem nur zum betulichen Häkeln eines DIY-Feigenblattes.

Merke: Methode genügt nicht, die Haltung bestimmt, wie sich - im Laufe der Zeit - das Ziel herausbildet.

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  Dipl.-Ing. Oliver Baer, Publizist
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