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Sprache im Wirtschaftsalltag
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Was sind Agenten?

Mittler zwischen verunsicherten Kunden und marktfernen Anbietern
     

Agenten haben eine große Zukunft, im Verkauf

 

Worum es geht

Wo Communities (Netzgemeinschaften wie auch solche im konkreten Alltag) unübersichtlich groß sind, treten Agenten auf den Plan. Nichts Neues, es sind Personen, deren empfehlung etwas zählt, oder denen man gleich den Auftrag erteilt: "Kauf Du für mich ein, die Händlerspanne gehört Dir!"

Birger Priddat (Uni Witten/Herdecke) und andere wurden von brand eins über die Dienstleistungsgesellschaft befragt.

Das wird sich in der Praxis auswirken beispielsweise in authentischer Moderation von Netzgesprächen


Schulungsbedarf entsteht nicht nur für Verkäufer, sondern alle Mitarbeiter die mit Kunden umgehen


Dieser Beitrag wurde veröffentlicht 2002 in der April-Ausgabe der baerentatze

 
"Die Versicherer wollen ihre Verluste mit verstärktem Schadensmanagement wettmachen," nörgelt die Motorwelt, das Lobbyblatt für Massenkunden mit Auto.

Martha Meisegeier rechnet daher mit einem Schreiben Ihres Versicherers:

"Liebe Kundin, Du hättest eine preiswerte Werkstatt an der Hand, sagst Du, eine mit nicht so irrsinnigen Fixkosten, werksungebunden und dennoch gut? Dann möchten wir Dir einen Rabatt verpassen, Du musst lediglich Deine Mühle immer dort reparieren lassen."

Vermutlich wird es der Versicherer in kleinen Buchstaben formulieren. Otto Ochsendung, der ihn gegenüber Frau Meisegeier vertritt, dürfte aber so reden, dass auch die gute Martha geistig folgen kann. Aber er tut es nicht, stattdessen erzählt er Döntjes aus der Verkaufsschulung ("Dem Kunden immer alles mit Beispielen veranschaulichen!").

Birger Priddat (Uni Witten/Herdecke) wurde von brand eins gefragt, was sich auf dem Weg in die Dienstleistungsgesellschaft verändern müsse.

"Wenn Dienstleistungen Personal Services sind, brauchen wir Personen, die Charakter haben, der abstrahlt und ankommt ... Plötzlich werden ... Anforderungen bedeutsam: Nicht nur kognitive, intelligenzheischende, sondern Herzensbildung "

Das könnte, wird aber nicht Herrn Otto Ochsendung grübeln machen: Denn hier geht's um Unternehmenskultur, eine Sache die mit ein bisschen Sponsoring von Kunst, Sport und so weiter nicht verwechselt sein will. Und dessen Wirkungen zum nächsten Quartalsbericht ohnehin verfallen, dann steht der strapazierte Leumund wieder da wo ihn der Kunde schon immer vermutete: "Guck Dir die Paläste an!"

Platt wie ein Feigenblatt

Experten meinen, es werde in der immer komplizierteren Welt Aufgaben für Agenten geben: Man kauft dann Produkte die keiner mehr durchdringt, nicht länger von Leuten die einen schlecht bedienen, sondern über Vertrauensträger die sich auskennen. Und die man selber gut kennt. Das könnte spannend werden. Zwar sind alle Verbraucher nicht schlauer geworden, aber viele misstrauischer.

Frau Meisegeier empört sich über "Die da oben" nicht mehr. Aber das ist kein gutes Zeichen. Sie merkt sich, wer einen über die Kante zieht, und dazu zählen, sagt sie, außer den Politikern so gut wie alle Großanbieter im Markt, die Versicherer, Energieversorger, Ölmultis, Banken, Softwarehäuser und viele mehr, auf die es sogar dann zutrifft, wenn es nicht stimmt. Meint Frau Meisegeier. (ob)


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  Dipl.-Ing. Oliver Baer, Publizist
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