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Sprache im Wirtschaftsalltag
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eMail im Geschäftsleben

Kleine Sammlung von Hinweisen
     

Postkarten
streng vertraulich

 

Worum es geht

Disclaimer heißt auf Neudeutsch der Anhang zu Dokumenten, mit denen praktisch jede Haftung ausgeschlossen wird, was in den meisten Fällen darauf hinausläuft, das Dokument ungültig zu machen. Bei eMails eine zwar verständliche, aber noch nicht zu Ende gedachte Idee.

Dieser Beitrag stand ursprünglich in der April-Ausgabe 2002 der baerentatze.
 
Bekam ich da kürzlich aus einem größeren Unternehmen zur Terminbestätigung einen Dreizeiler, und daran hing ein 35-zeiliger Footer als Gruß aus der Rechtsabteilung.

"Wenn Sie diese Mail bekommen haben, ohne der richtige Empfänger zu sein, dürfen Sie sie nicht lesen. Wenn Sie sie unbefugt gelesen haben, dürfen Sie sie unter keinen Umständen verwenden - vergessen Sie den Inhalt. Falls Sie sie nicht vergessen können, erschießen Sie sich..."

Oder so ähnlich.

Da werden sich die Industriespione aber grämen. Jetzt mal ohne Juristerei, die ist nicht mein Fach: eMail ist eine phantastische Sache zur schnellen und informellen Kommunikation. Aber eMails haben keine Umschläge. Sie werden in mühelos lesbarer Form über mehrere Stationen im Netz weitergereicht. Darüber, welche Stationen das sind, haben Sie keine Kontrolle.

Aber man weiß, daß US-Geheimdienste an strategischen Knoten des Netzes "Carnivore" installiert haben, das ist eine gefräßige Software, die alle Mails mitliest und gegebenenfalls zur weiteren Auswertung an die Zentrale schickt. Wahrscheinlich haben andere Dienste ähnliche Spione.

BBR - Burn Before Reading!

Auch jenseits des Lange-Regenmantel-Milieus gibt es Risiken. Wo Technik werkelt, versagt sie auch mal. Immer wieder werden Mails fehlgeleitet oder gehen ganz verloren. Dazu kommen Benutzerfehler. Eine Sekunde nicht aufgepasst - und schon verschickt Frau Meisegeier den vertraulichen Angebotsentwurf an den Verteiler für den Branchen-Newsletter. Dumm gelaufen.

Dabei ist das so einfach: Bei der eMail kommt es nicht auf den Footer der Rechtsabteilung an, sondern auf das, was darüber steht. Und wenn das nicht alle Welt wissen darf, gehört die Mitteilung nicht in die eMail. Soll heißen: Nicht in die offene eMail. Weder finanziell noch organisatorisch ist es schwierig, Mails mit hohem Sicherheitsgrad zu verschlüsseln. Da beißt sich sogar Carnivore die Zähne aus.

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  Dipl.-Ing. Oliver Baer, Publizist
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