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Sprache im Wirtschaftsalltag
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Unsachliches aus der Praxis

Eine regelmäßige Rubrik in der baerentatze
     

Vielkanaliges Marketing,
muss das sein ...

 

Worum es geht

Multi-Channel Marketing muss sein, auch wenn es Denglisch daher kommt.

Bevor Sie sich auf den Schub Ihrer Botschaft durch viele Kanäle einlassen, erkunden Sie die Kommunikationsriten Ihrer Zielgruppe. Das spart viel Geld und Sie blamieren sich weniger. Und Sie sollten Ihre Mitarbeiter mit einspannen, und die Lieferanten.

Vielleicht lassen Sie sich animieren zu einem klärenden Workshop


Dieser Beitrag in der Rubrik "Unsachliches aus der Praxis" stand in der Ausgabe vom Juli 2002 der baerentatze.
 
Mit dem Multi-Channel Marketing transportieren Sie Ihre Botschaften durch mehrere - möglichst vernetzte - Kanäle gleichzeitig, mitten in die Synapsen Ihrer Kunden. Aber nicht alles passt, was da hinein passt.

Vielkanaliges Marketing funktioniert beispielsweise so: Sie verschicken handgeschriebene Ansichtskarten die zum Abonnement Ihres Rundbriefs animieren, zugleich zetteln Sie in der Presse eine Story mit Fortsetzungen an, außerdem telefonieren Sie herum, bis genügend Fische im Netz zappeln.

Oder Sie locken zum Besuch eines Ballon-Events; Ihre frohe Botschaft kleben Sie an die Wände hochfrequentierter Pissoirs, ausgesuchte Leckerlis verkünden Sie mit rauchiger Stimme über das Dampfradio, und Teilnahme-Bons gibt's auf Ihrer Website.

"Jedes Unternehmen verständigt sich mit einem Universum, das es selber geschaffen hat und für die Wirklichkeit hält" (Tom Matrullo).

Die Frage ist, a) ob die Kanäle Einbahnstraßen sind und b) wie die Verständigung gelingt, die Kommunikation. Ob Ihre Zielkunden Ihre Regenschirme bloß mitnehmen, die Sie da verschenken, oder laufen sie, wenn's regnet, zum erstbesten Konkurrenten weil der seinen Tinneff zum halben Preis aus Hong Kong bezieht ("I give you billiger!"). Der Sache kommen Sie auf den Grund, wenn Sie sich unter die Kunden mischen, unter die plebs misera, Sie müssen sich aber passend verkleiden.

Das sollten Sie selber tun;
Volkes Mund tut Wahrheit kund. Der erfolgreichste Millionär in meiner Verwandtschaft fragt grundsätzlich keine Marktforscher, nur Kunden (ja, er verkauft business-to-consumer), in einer intuitiven Variante des Storylistening.

Aber, ist das nötig?

Heutzutage beziehen die Leute ihre eigene Meinung aus dem Internet, wo sie - nach für Sie ungewohnten Regeln - in einer Art Kommunikationsfußball von früh bis spät Tore schießen. Sollte Ihnen das zu flippig, zu modern, zu hip, oder sonstwie zu sehr sein, stehen Sie im Abseits; die Zuschauer und der Olli Kahn blöken sie an, und wieder sind neunzig Minuten sind um und eine Gelegenheit verpasst.

Multi-Channel Marketing verlangt nämlich - unter den heutigen Bedingungen unerlässlich - dass Sie vor Beschaffung der Technik und vor Regelung Ihrer Organisation dahinter kommen, wie sich Ihre Klientele untereinander verständigt, beispielsweise, aber nicht nur, in Diskussionslisten. Wohlgemerkt, bevor Sie Geld ausgeben.

Animieren Sie Ihre Mitarbeiter zum Mitmachen, die Kunden sowieso, und natürlich die Lieferanten, dann stehen die Chancen schon besser, dass in ihren multiplen Kanälchen die Post ab geht.

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  Dipl.-Ing. Oliver Baer, Publizist
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