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Sprache im Wirtschaftsalltag
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eMail im Geschäftsleben

Kleine Sammlung von Hinweisen
     

Wehe, wenn sie losgelassen -
die Spam-Tiger...

 

Worum es geht

Im Graubereich zwischen dem Gewünschten und dem Erlaubten kann sich Ihr eMail-Marketing verfangen. Spamming ist aber schon zweifelhaft bevor Sie die rechtliche Lage bedenken.

Diesen Beitrag fanden aufmerksame Leser in der April-Ausgabe 2002 der baerentatze; das ist der renommierte Rundbrief, den zeitgemäße Postmaterielle - selbstverständlich ohne Strapazierung irgendwelcher Naturgesetze - durchaus selber abonnieren
 
Im volkstümlichen Bestreben, ein jedes Kind mit dem Bade auszuschütten, wird zur Zeit der Kindergarten geflutet.

Sie, lieber Leser, riskieren sogar dann eine Abmahnung, wenn Sie eine einmalige, ausschließlich für einen Empfänger formulierte und nur an ihn gerichtete eMail verschicken, und sofern dieser meint, er hätte diese Mail als Werbemail, also unverhofft, sprich unaufgefordert erhalten. Dahingehende Urteile gibt es, gottlob aber auch widersprechende. Und demnächst wird Klarheit den Himmel über dem Internet erleuchten, wenn die EU-Richtlinien fällig werden.

Unter Spamming versteht man bekanntlich die Belästigung Anderer per eMail. Diesbezüglich reiten der Verbraucherschutz sowie der Datenschutz zwar in die richtige Richtung, aber im gestreckten Galopp und bis sie ihre Gäule anhalten, sind sie weit über die Grenze des gesunden Menschenverstandes hinaus, in dem Lande wo der Unfug blüht.

Das Gegenteil von
Gut ist nämlich nicht Böse, sondern Gut gemeint.

Nach Heine ist das Schöne an uns Deutschen: "Keiner ist so verrückt, dass er nicht einen noch Verrückteren fände, der ihn versteht." Wollen wir's hoffen, und bis sich die Klarheit des Denkens doch noch durchsetzt, raten wir zur
äußersten Vorsicht: Es gibt Leute, die haben nichts besseres zu tun, als auf die eMail zu warten, die sie zum Tiger macht. Und schon hagelt es kostenbewehrte Unterlassungs-Dingsdas.

Aber sehen wir mal ab vom Juristischen: Spamming, der massenhafte Versand von eMails ohne Zustimmung der Empfänger, entspricht dem alten Schrotgewehrmarketing: Irgendwen trifft's schon, der Rest wird sich finden. Dieser Ansatz ist so passé wie die Verwendung französischer Worte in unserer Hochsprache. Spamming eignet sich für Pornoanbieter und Konsorten, die allemal hier nicht mitlesen.

In deren Schmuddelecke versammeln sich übrigens auch die Kettenbriefler:

"Die kleine Maria Natalia stirbt an Leukämie, sie freut sich über Deine eMail, leite diese Nachricht an deine fünfhundert intimsten Freunde weiter."

Sagen wir's so: Wem Maria Natalia wirklich am Herzen liegt, der verfasst eigenhändig eine Mail, eine einmalige, einzelne. Er darf sich im klaren sein, dass seine Adresse vom Organisator des Kettenbriefes in einer Liste der bespambaren Adressen dankbar registriert wird; wer lebendige eMailadressen hortet, verkauft sie natürlich, die sind bares Geld wert.

Mit anderen Worten: Schreiben Sie Natalia per Hand, auf Papier, oder lassen Sie's sein.

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  Dipl.-Ing. Oliver Baer, Publizist
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