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Sprache im Wirtschaftsalltag
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eMail im Geschäftsleben

Kleine Sammlung von Hinweisen
     

Wenn Charlier
Geschlechtsnocken anpreist

Gsatbeitrag von Michael Charlier
 

Worum es geht

Spoofing ist peinlich für den, dessen eMailadresse von einem Bösewicht gekapert wird, damit er seine Spams los wird. Doppelt peinlich, weil das Opfer dieses nicht verhindern kann. Immerhin kann man die Folgen für seine eigene Mailbox lindern.

Auf Geschlechtsnocken wie bei Heises unernst gemeinter Übersetzung von Sex Cam kommt nur, wer bei cam an camshaft (Nockenwelle) denkt. Die übrigen denken vermutlich an etwas anderes.



Dieser - leicht redigierte - Beitrag stand bereits in der April-Ausgabe 2002 der baerentatze.

Den Koklegen Charlier sollten Sie mal auf der eigenen Website besuchen, der kennt sich nämlich aus mit der Kommunikation im Internet
 
Am 23. März lief meine Mailbox über. Ein Spammer hatte unter der Adresse "libnort26183@charlier.de" einige zigtausend Mails an AOL-Adressaten abgesetzt - und nun gingen alle unzustellbaren Mails an mich als den vermeintlichen Absender zurück ... mehrere hundert innerhalb weniger Stunden.

Das kann jedem passieren: Es heißt "Adress-Spoofing", ist peinlich und eine der leichteren Übungen im Missbrauch des Internets. Dabei hatte ich noch Glück, daß der Spammer nicht auch die Adresse meines Providers gefälscht hatte. Das ist schon schwieriger und hätte mich in den Verdacht bringen können, selbst Urheber der Mailpest zu sein. Doch so waren als Provider eine Miltärbasis in Russland, eine Universität in Thailand und ein Provider in Taiwan - das konnte ich kaum sein. So blieben mir wenigstens Gegenmaßnahmen der Postmaster von AOL erspart, sie mögen die böswillige Belastung ihrer Leitungen nicht und kippen Spammer auf kurzem Wege aus dem Netz.

Glück hatte ich auch insofern, als der Inhalt der Mails nicht direkt ehrenrührig war - irgendwelche merkwürdigen Kreditangebote - und sich nur an entfernte amerikanische Adressen richtete. Sollten Ihnen bei Gelegenheit "Über 1000 Geschlecht Nocken" angeboten werden, noch dazu unter meiner Adresse, seien Sie versichert: Ich hätte die Übersetzung des Wortes Sex Cam keiner Software überlassen. Wenn schon, denn schon, aber ich verschicke grundsätzlich keinen Unfug, jedenfalls nicht unaufgefordert.

Vorbeugen kann man dem Spoofing nicht. Aber man kann etwas dagegen tun, dass einem das Postfach zugeschüttet wird. Ich hatte einen "catch all" eingerichtet - soll heißen, mein Mailaccount war so konfiguriert, daß er alles akzeptiert, was bei @charlier.de ankommt. Das ist insoweit praktisch, daß ich auch Post bekomme, die beispiels- und vertippterweise an micjael@charlier.de gerichtet wurde. Das ist insoweit unpraktisch, als - siehe oben.

Also habe ich den "catch all" deaktiviert - irgendwas@charlier.de geht jetzt auf kurzem Wege an den Absender zurück. Viel mehr kann ich nicht tun - aber vielleicht Sie. Wenn Sie eine ständige Netzanbindung und damit eine feste IP-Adresse haben, stellen Sie sicher, daß man diese Adresse schlimmstenfalls fälschen, aber nicht tatsächlich als Relaisstation mißbrauchen kann - sonst macht man Sie ggfs. für Spam unter Ihrer Adresse verantwortlich.

Als zweites könnten sie - auch dieses mit Hilfe einschlägiger Spezialisten - Verteiler aufbauen und geeignete Briefentwürfe für den Fall des Falles bereitlegen. Wenn dann empörte Geschäftspartner anrufen und Sie beschimpfen, daß Sie unsittliche Angebote verschicken (oder wahlweise: die nicht unsittlich genug sind, wer weiß), können sie nach kurzer Schrecksekunde Rundmails an Kunden und Geschäftsfreunde absetzen, in denen sie die Zusammenhänge erklären und Verdächtigungen widerlegen. Alles zur Pflege Ihres guten Rufes nicht nur im Netz.


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