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Sprache im Wirtschaftsalltag
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Unsachliches aus der Praxis

Eine regelmäßige Rubrik in der baerentatze
     

Pfeift Martha Meisegeier
auf das Netz?

 

Worum es geht

Daten hamstern, wenn als Perversion des Datamining und Datawarehousing betrieben, richtet mehr Schaden an, als es nützt. Dabei kommen Sie - unter gewissen Umständen - mit einfacheren Mitteln zu einem noch weiter gesteckten Ziel, per Storylistening.

Dieser - allerdings redigierte - Beitrag in der Rubrik "Unsachliches aus der Praxis" stand in der 1. Ausgabe 2001 der baerentatze.
 
Die Kunden trauen dem Datenschutz nicht. Deshalb kaufen sie im Netz mit gebremstem Eifer. Hat man ermittelt.

Vielleicht ist das ein Grund, weshalb eCommerce so zäh fließt. Ein flottes Foto Ihres hausinternen Datenschützers würde jedenfalls die Website schmücken, so viel steht fest. Der Juser wüsste, Sie haben einen, und das baut Vertrauen auf.

Wer aber gar nicht erst haufenweise Kundendaten hamstert, spart möglicherweise einen zweifelhaften Aufwand.

Sicher, es täte gut, wenn Sie vorher wüssten, wann Martha Meisegeier und wieviel Geld sie ausgeben will für das gepolsterte Sitzgerät aus Ihrer Produktion, das mit dem eingebauten Holzkohlengrill im schnittigen Rallyestreifen-Look. Sie wollen schließlich disponieren.

Aber ist es nötig? Das Wissen, nicht das Möbel. Sagen Ihnen die gespeicherten, untere nur durch Bergbau wieder erkennbar gemachten Daten, wann Sie das Material bestellen sollen? Oder ließe sich das wesentliche auf anderem Wege ausfratscheln, nämlich wann Ihre Kunden was wollen? Etwa durch Dialoge mit Meisegeiers, und Kümmelhubers und Ochsendungs?

Das wäre riskant, meinten 100% der Befragten (alle beide sahen betrübt drein).

Wer die Flinte ins Korn wirft, erzielt Volltreffer. Sich auf das Hamstern von Informationen zu versteifen, ist aber keineswegs leichter, keineswegs risikolos und auch nicht a priori ergiebiger.

Was ich an Fragebögen im Netz studiert habe, liefert jedenfalls keine bessere Datenbasis als was Ihr Sachbearbeiter im Plauderton von der Meisegeierin erfahren könnte. Allerdings müssten Sie ihn ermächtigen, dass er während der Arbeitszeit klönen darf -- nein, er soll klönen!

Das hätte den Nebeneffekt, dass Martha im Bilde ist: Dass sie wegen des Sitzgerätes am besten drei Wochen vor der Zeit Bescheid sagt. Es leuchtet ihr ein, Sie müssen den Rallye-Stoff ordern, und die Holzkohle, usw..

Sie würde mit einiger Wahrscheinlichkeit von selber kommen. So nett wurde sie ja nirgends bedient. Und so würde der Nebeneffekt zur Hauptsache. Anderenfalls wüsste die Gute gar nicht, was sie im Netz überhaupt noch soll ...

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  Dipl.-Ing. Oliver Baer, Publizist
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