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Sprache im Wirtschaftsalltag
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Einwanderer, nicht etwa Nomaden

Neben ihrer Muttersprache brauchen die Einwanderer Deutsch
  Mehr über Von Babylon nach Globylon gibt es in der in der baerentatze: Das sind vor allem aktuelle Nachträge, Antworten auf Leserfragen sowie etwas tiefergehende Erläuterungen und Ergänzungen zum Erlernen von Globisch. Außerdem finden Sie in der baerentatze Rezensionen und Leserkommentare.


Weitere Leseproben aus dem Buch

"Fremdsprachen in der Schule", unter anderem mit der Frage, wieso ausgerechnet Englisch als erste Fremdsprache besonders geeignet sei.

"Traber sind keine Springpferde". Meist reden alle vom Englischen, wenn sie die Weltsprache meinen, und dass wir es lernen müssten. So bleibt gleich zu Beginn die naheliegende Frage ungefragt: Wer braucht eigentlich genau welches Englisch für welchen Zweck?

"Unterschiede und Gemeinsamkeiten" (Englisch vs. Globisch). Zwar ist Globisch keine eigene Sprache im allgemein anerkannten Sinne der Sprachwissenschaft: Globisch ist gewissermaßen ein Tochteridiom des Englischen, und es ist der Weltsprache näher als die englische Kultursprache (die versteht draußen kaum einer). Worin unterscheidet sich gutes Englisch von der Weltsprache und warum ist Kenntnis des Unterschiedes für die Kommunikation der globalen Bürger enorm wichtig? Nebenbei auch wichtig: wie unterscheidet sich gutes Englisch vom globalesischen Kauderwelsch der Geschäftswelt, inbesondere der Finanzwelt und wie unterscheidet sich vom guten Englisch das Halbenglisch der Wissenschaftler, in dem sie publizieren und Vorträge halten?

"Das Lied vom Tod - und eines von der Liebe". In diesem Abschnitt werden für die Muttersprachen (ausdrücklich nicht nur die deutsche) ein paar Lanzen gebrochen: Ohne Muttersprache gibt es kein Lernen, also keine Physik, keine Mathematik, und kein gutes Englisch.

Für eilige Leser:

Einen ziemlich grobschlächtigen Überblick bietet die Zusammenstellung der
Babylon-Globylon-Thesen. Sie bündeln das Wichtigste - in überspitzter, verkürzter Form -, wie das mit Thesen so ist: provokant und nicht subtil.

Eine schnelle Einführung findet der Leser unter
"Renaissance der Muttersprachen", das war ein Interview der Sprachnachrichten des Vereins Deutsche Sprache (VDS) mit dem Autor.

In den Genuss einer neuen Art von Leseprobe kommen Sie bei Amazon, wenn Sie sich für die Kindle-Fassung interessieren. Dort können Sie - auch ohne einen Kindle zu besitzen - eine Leseprobe herunterladen, die Sie auf Ihrem gewohnten Bildschirm betrachten. Die Probe gibt immerhin die ersten 60 Seiten des Buches preis.

 

Lingua franca der Nomaden

Leseprobe aus
Von Babylon nach Globylon

Zuguterletzt spricht ein soziologisches und zugleich soziodemografisches (mithin volkswirtschaftliches) Motiv dafür, dass wir Deutsch als Wirtschafts- oder Produktionsfaktor ernstnehmen. Allein in Deutschland leben über 15 Millionen Personen mit sogenanntem „Migrationshintergrund“; das sind Deutsche aus dem Ausland (Spätaussiedler), es sind die Einwanderer mit ihren Kindern sowie Asylanten – zusammen fast ein Fünftel der Bevölkerung: Deutschland ist – wie Österreich und die Schweiz – ein Einwanderungsland.

Neben ihrer Muttersprache brauchen die Einwanderer Deutsch, damit werden sie bei uns heimisch. Nebenbei dient unsere Landessprache nämlich als ihre Lingua franca. Untereinander verständigen sich Wolgadeutsche und Albaner, Polen und Türken im Lande – auf Deutsch. Die Deutschprüfung nach dem Integrationskurs verlangt das GER-Niveau B1 und wir haben sie gefälligst dabei zu unterstützen, dass sie dieses Niveau erreichen – auch in unserem Interesse.232

In der Bildungspolitik käme mehr Selbstvertrauen gelegen, sonst behält Walter Jens recht, der schon in den Neunzigern meinte, wenn es so weiterginge, könnten die Deutschen bald nicht mehr richtig Deutsch und noch nicht richtig Englisch.233

Schaubild Deutsch ersetzt Englisch

In der Alltagssprache spielt diese Befürchtung keine Rolle. Zu beachten im Schaubild ist jedoch der obere, blaue Bereich: Wie hoch wird der grüne (englische) Pfeil bestenfalls reichen? Oben ist die Zone der Sprachbeherrschung, in der sich das kreative Denken abspielt, die helle Zone ganz unten genügt zum Leeren der Mülltonnen. Wo die Pfeile einander kreuzen, hätten wir demnach mehr verloren als gewonnen.

Immerhin kämen bei dieser Abwärtsbewegung die Eingeborenen den Einwanderern im Deutschen entgegen, während sie selbst ins Englische flüchten (? S. 69).

So stehen wir als Einzelne, wie die Volkswirtschaft, vor der Notwendigkeit, klüger zu investieren: Erst in Deutsch, dann im angemessenen Umfang in die Fremdsprachen, zuerst die der Nachbarn, dann in Englisch, als Grundlage für das Globische. Dass wir Deutsch in der Schule als ein Fach unter vielen ansehen, und Deutsch als Unterrichtsmedium von Englisch verdrängen lassen, das wäre so ziemlich das Dümmste, was wir uns antun können.

Wir tun es, und kommen uns noch pfiffig vor. ... (weiter auf Seite 182)

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  Dipl.-Ing. Oliver Baer, Publizist
Wirkungsvolles Deutsch, Englisch, Globisch
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